Alles neu bei Aksu. Es hat sich was getan bei unseren Trainingsnachbarn. In der letzten Saison stand der Verein scheinbar kurz vor der Auflösung. Der Trainingsbetrieb war kaum noch vorhanden. Die Ergebnisse waren entsprechend. In dieser Saison ist viel passiert.
Das wichtigste für die Netzsüchtigen zuerst: Aksu hat eine Homepage. Und zwar eine Gute. Aktuelle Spielberichte (auch nach Niederlagen, das kann nicht jeder…), ein lebhaftes Gästebuch und und und. Unschön ist nur die Schriftart, die nicht zum Design passt. Zum Download der vorgesehenen Buchstaben, wie es der Webmaster vorschlägt, habe ich keine Lust. Vielleicht kann man hier nachbessern.
Nachgebessert hat Aksu jetzt schon den Kader. Der umfasst derzeit 22 Kicker, aus dem Vorjahr sind nur noch wenige da. Mit dem spielenden Co-Trainer Erdem Saridogan unterstützt ein Ausländer den Coach Hasan Celebi. Saridogan kommt nämlich aus Hessen. Das hört man auch ein wenig im Interview, stört aber nicht weiter.
Zum ersten mal in seiner sportlichen Laufbahn spielt er für einen türkischen Verein. Mit Landesligaerfahrung (Hanau 93) ausgestattet, will er gemeinsam mit Coach Celebi und dem Wunsch des Vorstandes entsprechend der Truppe “deutsche Tugenden” nahe bringen. Wenn damit Trainingsfleiß, Pünktlichkeit, kampfbetontes Spiel und Zuverlässigkeit gemeint sein sollte, wüsste ich eine Mannschaft, die Saridogan auch mal impfen dürfte. Bei Aksu scheint es jedenfalls zu funktionieren. Der Trainingsbesuch ist trotz verwendeter Medizinbälle regelmäßig und überragend. Die Neuverpflichtungen sind allesamt junge Kerle, die auch ausserhalb des Fußballs am Vereinsleben interessiert sind. Das lassen jedenfalls die regen Gästebuchdiskussionen vermuten.
Stillgestanden: Deutsche Tugenden bei Aksu
In dieser Saison möchte man auch sportlichen Erfolg haben und möglichst unter den ersten Fünf mitspielen. Aufstieg oder Meisterschaft als Ziel auszugeben, fände Saridogan angesichts der Neuformierung unangemessen.
Gegen Inter Mainz startete Aksu mit einem erwarteten Sieg (6:2). Aufstiegsfavorit TSG Heidesheim konnte danach trotz zwischenzeitlicher Führung nicht bezwungen werden. Studiert man den Spielbericht Aksus, entsteht der Eindruck, dass sich die Mannschaft ein wenig selbst geschlagen hat. Eine gelb/rote Karte für den Torschützen zum 1:0 noch vor der Pause, eine Verletzung und eine weitere gelb/rote in Halbzeit zwei ist gegen ein Team wie Heidesheim nicht zu kompensieren.
Aksu hat insgesamt sicherlich das Potential, die gesteckten Ziele verwirklichen zu können. Eine starke Mannschaftsführung, hungrige junge Spieler und ein identitätsbildendes Onlineumfeld bilden die Zutaten. Wenn jetzt noch die Disziplin stimmt…


August 28th, 2010
vielen dank für die bearbeitung dieser seite. Bin ein spieler des fca hat mir sehr gut gefallen
August 28th, 2010
Gern geschehen. Hat leider ein wenig gedauert. Schau doch einfach zum Wochenende und zum Wochenbeginn hier rein. Da gibt es jeweils eine Vorschau, bzw. eine Nachbetrachtung des gesamten Spieltages.