Es hat geklappt. Im dritten Spiel der Saison konnte “the Mannschaft” endlich den ersten Sieg landen. Bei der Bewertung kann man zwei Seiten der Medaille sehen. Einerseits durfte angesichts der berühmten Feldüberlegenheit der Fortuna über das gesamte Spiel hinweg gar kein anderes Ergebnis herauskommen. Andererseits werden unsere Verteidiger zwar nicht so gut bezahlt, wie der feine Herr Svensson von Mainz 05, Fehler passieren überraschenderweise aber auch uns. Folglich werden die Marienborner dem nicht verwirklichten Ausgleich in der letzten Spielminute hinterher trauern, die Mombacher im Gegenzug den unüberwindbaren M. Rothgerber im Tor ein zum Mann des Spiels wählen.
Kosten wir das Gefühl des Sieges aus und lassen den Tag noch einmal in seinen wichtigsten Stationen paroli laufen (kennt einer noch Hotte Hrubesch?).
Die Mannschaft, jedenfalls der Teil, der es wusste, traf sich ein halbe Stunde vor der üblichen Zusammenkunft. Bei Orangensaft, Wasser, Zitronenscheibchen, Bananen, Müsliriegeln und leckerem Kaufkuchen konnte man sich akklimatisieren, auf das Spiel einstimmen und die Fastenden veralbern. So gestärkt schwebte der Mannschaftsgeist in die Kabinen zur geheimen Besprechung. Für die Fortsetzung der guten Laune sorgte (unfreiwillig?) Neuzugang Patrick Mocek. Vom Trainer angesprochen darauf, wie man seinen Namen korrekt aussprechen möge, antwortete dieser mit einer Mischung aus Unverständnis und Selbstvertrauen im Ton aber auch relativ selbstverständlich: “Patrick”.
Nachdem das geklärt war, konnte es losgehen. Im Kader musste der Ausfall von T. Braun (Verletzung) und S. Rupprecht (Dienst) verkraftet werden. Erstmals konnte dagegen A. Ufelmann eingesetzt werden, der gekonnt im zentralen Mittelfeld die Fäden zog. Von Anfang an hätten die Statistiker eine deutlich höhere Ballbesitzzeit der Fortuna verzeichnet. Klare Torchancen kamen aber nicht zustande. 2 Schüsse entschärfte Marienborns Torwart problemlos. Auch auf der Gegenseite ging chancenmäßig nicht viel. Die Abwehrformation der 2.0 gewinnt zunehmend an Sicherheit und entschärfte die meisten auch unpräzisen Angriffe der Gäste. Die einzig gefährliche Stocherei vor dem Mombacher Tor beendete der Schiedsrichter völlig zu Recht mit einem Abseitspfiff.
In Halbzeit zwei näherte sich dann die Ballbesitzzeit einer gefühlten 80%-Marke. Als heimischer Berichterstatter könnte auch die Vokabeln Einschnüren, Powerplay oder Einbahnstraßenfußball verwenden. Torchancen und Torschüsse kamen nun ebenfalls zustande, die waren aber trotz teilweise aussichtsreicher Positionen eher harmlos oder unkonzentriert ausgeführt, zählbares sprang daher nicht heraus. Irgendwann um die 80. hatte A. Ufelmann ein Einsehen. Mit dem Ball am Fuß umkurvte er einige Gegenspieler, drang in den Strafraum ein und schoss den Ball in untere rechte Eck. 1:0.
Marienborn gefiel das nicht, deren Ausgleichsbemühungen waren jedoch erneut zu unpräzise und endeten im Mittelfeld, in der Abwehrreihe oder am entgegenlaufenden Rothgerber. Bis zur jenem Angriff in der Nachspielzeit. Trotz perfekt gestellter Abseitsfalle weigerte sich der Schiedsrichter natürlich völlig zu Unrecht, die Pfeife zu betätigen und zwei bis drei Marienborner liefen samt Ball in Richtung Tor. Der Ballführende wurde von C. Polansky (glaube ich) ein wenig abgedrängt, musste kurz vor der Grundlinie den Ball aber nur noch zum freistehenden Mitspieler (der rechte Verteidiger war nicht mitgelaufen) querlegen. Dies roch jedoch auch die Katze Rothgerber, tauchte ab und fischte im Tiefflug den Querpass mit der ausgestreckten Hand sicher. Das war’s.
Eine Zusammenfassung des Spielgeschehens für unsere englischsprachigen Leser gab L. Matthäus, der leider meint, Marienborn hieße in Englisch Makkabi…
Noch erwähnenswert: Die Partie wurde von Schiedsrichter M. Pradt (Wiesbaden) souverän, kommunikativ und umsichtig geleitet. Die seltene Kritik von Außen oder Innen prallte an ihm ab wie Wassertropfen an einer nanoversiegelten Fensterscheibe. Sich häufende Foulspiele kommentierte er statt mit hektischen Verwarnungen mit dem väterlichen Ratschlag: “das Runde ist der Ball”. Das half.
Nächste Woche winkt der einzig verbliebene Hartplatz der Liga gegen Moguntia Mainz. Das Ziel dürfte klar sein.
Wer am Mittwoch Zeit hat, darf schon um 18:00 Uhr auf den Sportplatz kommen. Es steigt der nächste Pokalknüller unserer I. Mannschaft gegen den TSV Schott. Danach wird trainiert. Bitte wieder mit Rehaeinheit. Isch hab Rücken.

August 30th, 2010
Finde es richtig gut wie die Spieltage zusammengefasst werden!
Wünschenswert wäre vielleicht ein Gästebuch in dem solche Dinge gepostet werden könnten!
Gruß till
August 30th, 2010
Freut mich, dass Dir der Blogger gefällt. Kommentare können doch bequem zu jedem Artikel abgegeben werden. Ein Gästebuch zu moderieren, ist mir derzeit zu viel Arbeit und moderiert werden muss ein Gästebuch in jedem Fall. Stell Dir nur vor, die Leute melden sich nur mit Vornamen und einer gefakten EMail Adresse an und schreiben böse Sachen. Mal sehen, vielleicht finde ich ein ähnliches Plugin…
August 31st, 2010
Servus,
finde euren Blogger richtig gut! Macht bitte weiter so!
Gruß Tobi
August 31st, 2010
Zu Befehl…