“Männer, die sind hinne anfällig. Setzt se unner Druck.” So oder ähnlich könnten Teile der Kabinenansprache am nächsten Sonntag lauten, die die Heidesheimer Kicker zu hören bekommen. Da ist auch was Wahres dran. Ein etwas flacher Absprung beim Versuch der Kopfballrettung, ein unforced Error beim Querpass und ein echter Andy-Möller-Schwalbengedenkstrafstoß ließen es drei mal im Mombacher Kasten klingeln. Jede Woche darf ein anderer die Fehler machen. Da aber nun fast jeder mal dran war, muss die Bude in Heidesheim ein wenig sauberer bleiben. Nur: Leichter wird es sicher nicht.

Die Tormaschine läuft dagegen gut. Dem 0:1 folgte nach 15 Min. der Ausgleich durch Me. Naghmouchi. Kurz danach war wieder Schienbeinzeit. Ma. Naghmouchi legte zurück auf P. Schmidt, der aus 8 m. den Ball ins Eck stelzte. In der 23. fand ein Zuckerpass von A. Andonov erneut Me. Naghmouchi. Damit stand es zur Pause 3:1.

Ma. Naghmouchi bereitete wiederum das 4:1 vor. Einfach in den Strafraum stürmen, quer auf Ö. Güclü legen, Tor.

Die 67. Min. sah schon wieder Ma. Naghmouchi. Diesmal beim gescheiterten Torschuss. Den Abpraller verwertete P. Mocek mit einem trockenem 16 Meter-Strahl zum 5:1.

In der 86. und 87. wurde Inter nervös. Es stand plötzlich 5:3. Da geht noch was, denkt der muntere Südamerikaner, bis keine Min. später  Me. Naghmouchi drei Interianer stehen und zum abschließenden 6:3 einschob. Naghmouchi-Day in Mombach. Das bringt uns wieder zur kommenden Heidesheimer Kabinenansprache. “Die Naghmouchis müsst Ihr eng nemme. Bei de Ballannahme stöern un wenn einer von dene Pisse geht, dann geht ihr mit”. Nein, natürlich nicht. Heidesheim ist stark genug, uns im Systemfußball nieder zu ringen. Oder doch nicht?