Wollte man eine Dokusoap über Kreisklassenfußball drehen, heute wäre die Gelegenheit günstig gewesen.
Es begann wie immer mit der Kaderplanung. Die Personaldecke schrumpfte bis Samstag auf 9 Spieler (letzte Woche 17). Da das nicht ganz für eine Fußballmannschaft reicht, orderte der Mannschaftsbetreuer Hilfe von ganz oben. Doch von den sechs angedachten Kollegen waren nur 4 verfügbar. Naja. 13 Spieler ist zwar nicht so dolle, reicht aber. Dumm nur, dass sich Markus B. am Sonntag früh ins Essen erbrach und einen Krankenschein vorlegte. Da waren es nur noch 12. Einer der nach unten beorderten Erstmannschaftskaderspieler schlief aber lieber aus, macht 11.
Elf. Die Mainzer Zahl. Passte gut, denn man wollte sich auch um 11.00 Uhr treffen. Immerhin war um 11.00 Uhr schon ein Kicker da. Einer ließ am Vortag ankündigen, später zu kommen, ein anderer teilte die Verspätung um 10:50 mit. Der Rest kam spontan und solidarisch unpünktlich. Na gut. Umziehen und Bälle holen. Leider hatte Platzwart 1 den Ballhausschlüssel für Platzwart 2 unauffindbar aufbewahrt. Also machte sich der Betreuer auf den Weg zur Materialhalle, um dort ein paar Kugeln zu organisieren. Endlich war der Pausentee gekocht und das Spiel konnte beginnen.

Yacine H.-R. focussiert den Ball. Dennis M. ist vor dem Spiel während der Nationalhymne spontan eingefroren.
Die mit zwei neuen Innenverteidigern bestückte hintere Viererkette überzeugte durch eine amüsante Rollenverteilung. Ferhat E. spähte den Gegner aus, Ali B. zieht Grimassen und nimmt Drohgebärden ein, Yacine H.-R. äfft den Gegner nach und Christian P. führt seine neuen Puma-Schuhe (Geburtstagsgeschenk?) aus.
Ein Eckstoß brachte die Führung für die Portugiesen. Ferhat E. stand dort, wo er stehen soll, tat allerdings Verbotenes. Statt den anfliegenden Ball nach außen weg zu köpfen, hob er sein Knie und ließ ihn zentral zum Gegner prallen. Die Volleyabnahme schlug unhaltbar im Netz ein. Mombachs Helden spielten sich aber warm. So konnte Spreckelmeier nicht unverdient ausgleichen. Pietrzyk schlug einen Freistoß in den Strafraum. Dort nahte Spreckel, um aus spitzem Winkel vom zweiten Pfosten zu vollstrecken.
Im Gegenzug besorgten die Wiesbadener das 1:2. Doch Comandatore belohnte ein Nachsetzen auf den gegnerischen Torwart mit Ballgewinn und Torerfolg. Dennoch gingen die Blauen mit 2:3 in die Halbzeit. Ali B. pausierte wegen Herzrasen. Port. SV: langer Ball auf die Grundlinie, Rückpass, Tor. Schulmäßig.
Nach der Halbzeit erhöhten die Fortunen die Schlagzahl. Dann wagte Comandatore einen Luftkampf mit dem Torwart. Dort erlitt er eine schmerzhafte Ellenbogenverletzung und verabschiedete sich frühzeitg. Die verbliebenen 10 Mombacher mussten also noch mehr laufen. Christian S., der erstmals 90 Min. am Stück spielte, wurde zum Vorbild und zog einen Spurt nach dem anderen durch. Glaubt ihr nicht? Seht her:
In Unterzahl gelang dann Naghmouchi, dem Wachen, ein Doppelpack zum 4:3. Doch weil Mombacher stets faire Sportsleute sind, genehmigten sie dem Gast mit dem Schlusspfiff das Ausgleichstor, das auch fast im Bild festgehalten werden konnte.
Weitere Spielszenen in der nachfolgenden Galerie:
- Yacine H.-R. focussiert den Ball, während Dennis M. spontan eingefroren ist.
- Posing und Psychokrieg: “Du gommsthiernet vorbei”. Naja. Vier mal schon.
- Ein Schleichi-Sprint. Gegner oder Ball in der Nähe? Fehlanzeige.
- Querpass, Innenverteidiger stehen nicht optimal. Nicht im Bild: Der Torschütze
- Abstände naja.Tempoaufnahme gut. Mombachs Abwehrreihe
- Pola und Spreckel decken den Einwerfenden
- Yacine beim Ballspiel, focussierend.
- Pola und Spreckel beim flotten Dreier













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