Erschreckende Frühform bei der Fortuna 2.1. Die Personaldecke ist dünn aber warm. Mit P. Schmidt und B. Moritz (TW) konnten zwei Kollegen aus dem Landesligakader die Niederungen des Fußballs erforschen. So tief unten spielte sich das Ganze dann aber nicht ab.
Vom Trainerteam war in Halbzeit eins eine Rautenformation im Mittelfeld vorgegeben. Nachdem nahezu die gesamte Hinrunde im sog. “flachen 4-4-2″ gespielt wurde, sollte nun diese Variante einstudiert werden. In der Theorie ist der Vorteil folgender: Durch die nach innen eingerückten äußeren Mittelfeldspieler haben die Außenverteidiger mehr Platz, um an den Angriffen teil zu nehmen. Prompt leitete Linksverteidiger Epik das 1:0 ein. Naghmouchi ließ Prallen und marschierte die Linie entlang. Epik passte ungefragt in den Lauf, so dass Naghmouchi den Ball am Strafraumeck wieder aufnehmen konnte. Danach ein Haken, wenige Meter laufen, Schuß, Tor. So einfach ist Fußball.
Beim 2:0 kam Rechtsverteidiger Polansky der Aufforderung von Trainer Bittman nach, im Rahmen seiner nächsten Entwicklungsstufe mehr nach Vorne zu machen, Tore vorzubereiten. Also mogelte er sich anlässlich einer Offensivaktion in den Strafraum. Dort wurde er prompt von Roos, der nach Zuckerpass von Schmidt die Kugel hielt, angespielt. Den beabsichtigten Torschuss versemmelte P. so kläglich, dass die Kugel Herrn Watkins-Berhausen aka “JJ” aka “das Phantom” zur Vollstreckung vor die Füße rollte. Doch wie heißt es so schön: “Wenn mer net uffs Tor schieße, kann auch kein Ball reingehe”. Insofern sammelte Pola einen wertvollen Scorerpunkt. Dabei blieb es leider auch, denn kurz darauf schoss er einen an Watkins-Berhausen verwirkten Strafstoß über das Tor in Richtung A 60.
Im zweiten Durchgang wurde dann wieder die altbewährte Formation gewählt. Komischerweise blieben die Verteidiger offensiv. Epik ließ sich zwischen gegnerischem Strafraum und Außenlinie anspielen. Dort wurde er vom heraneilenden Özcelik regelwidrig vom Ball getrennt. Den anschließenden Freistoß schickte Schmidt scharf vor das Weisenauer Tor. Es materialisierte sich erneut das Phantom JJ, der “nur” den Fuß zum 3:0 hinhalten musste.
Mit fortschreitender Spieldauer schwanden dann Kräfte und Ordnung im Mittelfeld. Vielleicht hatte es auch etwas mit den Auswechslungen zu tun. Weisenau kam zu der ein- oder anderen Möglichkeit, die Benne Moritz jeweils entschärfen konnte. Nur einmal schob man sich im Abwehrbereich ein wenig lässig die Kugel zu. Ergebnis: Ballverlust und 1:3.
Aufstellung: Moritz, Epik, Fürsich, Bächstädt, Polansky, Roos (70. Schmenger), Schmidt, Bahich, Naghmouchi, Ecelioglu (45. Henni-Rached), Watkins-Berhausen (76. Schleichert).


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