In der Winterpause von uns gegangen ist Kenan Ö. Kenan war ein guter Kamerad. Sein Fußballspiel baute auf allen deutschen Tugenden auf, die es gibt. Zuverlässigkeit, Arbeit, Kampf, Disziplin. Zunehmend kam im letzten halben Jahr auch der Kopf hinzu. Die Grasnarbengrätschen wurden seltener, die Spieleröffnungen fehlerfreier. Die Zweikampfstärke blieb erhalten.
Kenan war ein Fels in der Innenverteidigung. Trotz seiner 1,65 Meter ein Riese im Abwehrverbund. Unvergessen auch seine Auftritte im Tor. Noch unvergessener seine Mehrfachverletzungen, die er als Torwart erlitt und dennoch weiterspielte.
Kenan ist zwar nicht Heimgegangen, sondern nur nach Weisenau, wo er deren Reserve mit seinen 500 verschiedenen Fenerbatsche oder Galatasarei oder was auch immer Trikots nerven wird. Sollen die sich doch mit dem ständig rotgefährdeten Grätschenrambo rumärgern. Sollen die doch an den Alleingängen – Kopf nach unten – und Abmarsch von hinten nach vorne verzweifeln. Sollen die sich mit Rückpässen rumärgern, die nach 4,3 Metern liegen bleiben. Wir geben die Freigabe. Sofort.
Aber im Ernst. Kenan. War schön mit Dir. Wir werden Dich vermissen. Halt die Ohren steif und setz’ dich in der Kreisliga durch. Wir wären persönlich beleidigt, wenn es nicht klappt.



Januar 18th, 2012
danke jörg. mich hat es auch gefreut mit euch zweiandhalb jahre zusammenspielen zu dürfen.
P.S. super artikel